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Swisscom Mobile setzt auf virtuelle Magnetbandlösung
Date: Tuesday 26 June 2007
Author: Fujitsu Siemens Computers

"CentricStor: Standortübergreifende Ausfallsicherheit"

Der führende Schweizer Mobilfunkanbieter Swisscom Mobile hat seine komplette Datensicherung auf das virtuelle Magnetbandsystem CentricStor von Fujitsu Siemens Computers umgestellt. Die Speicherlösung verbindet per Fibre Channel over IP (FCIP) die beiden Standorte in Bern und Luzern und verkürzt nicht nur das Backup-Zeitfenster für das Mobilfunkunternehmen erheblich: Verteilte Redundanz und gespiegelte Daten des Cache-Systems auf Basis der CentricStor Grid Architecture sorgen jetzt für höchstmögliche Ausfallsicherheit und verringern den Administrations- und Wartungsaufwand deutlich. Als Generalunternehmer war Fujitsu Siemens Computers auch dafür verantwortlich, die CentricStor-Lösung komplett in die IT-Infrastruktur der Swisscom Mobile zu integrieren.

Swisscom Mobile, eine Tochtergesellschaft des erfolgreichsten Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom, betreibt zwei Rechenzentren an den 120 Kilometer voneinander entfernten Standorten Bern und Luzern. „Es war nicht einfach, eine geeignete Speicherlösung zu finden, die exakt unseren Ansprüchen genügt und alle Fragen der Kapazität, Performance und Verfügbarkeit sowie die Standortproblematik löst", sagt Christian Kattenbusch, als Head of Common IT-Services verantwortlich bei der Swisscom Mobile für die SAN und Backup-Infrastruktur. Die CentricStor Virtual Tape Appliance erfüllte die Anforderungen des Mobilfunkanbieters ohne Einschränkungen. Ende November 2006 war die Migration der Datensicherung auf die CentricStor-Lösung von Fujitsu Siemens Computers abgeschlossen. „Das war für unser Projektteam eine große Herausforderung, aber jetzt sind alle Beteiligten mehr als zufrieden", resümiert Kattenbusch.

Als Dreh- und Angelpunkt für Backup und Restore fungiert eine CentricStor VTA 4000, deren Komponenten über die CentricStor Grid Architecture mit exakt identischer Konfiguration in den beiden Rechenzentren von Bern und Luzern installiert sind. Die standortübergreifende Datensicherung erfolgt über ein Glasfasernetz, beide Standorte können aber im Notfall auch völlig unabhängig voneinander operieren. CentricStor ermöglicht nicht nur das parallele Auslagern redundanter Bandmedien in zwei geografisch entfernte Magnetbandarchive, sondern auch die Spiegelung der Cache-Daten über die beiden Standorte.
„Mit der gewählten Konfiguration erreichen wir die höchstmögliche Ausfallsicherheit und eine ständige Verfügbarkeit der Daten – selbst dann, wenn ein Standort komplett ausfällt", kommentiert Kattenbusch. Dabei standen Business Continuity und Desaster Recovery nicht allein im Mittelpunkt der Erwägungen, als bei der Swisscom Mobile über die Anschaffung einer virtuellen Speicherlösung nachgedacht wurde. „Wir konnten schon 2005 absehen, dass wir mit unserer traditionellen Bandverarbeitung an die Grenze stoßen und haben uns deshalb schon rechtzeitig Gedanken gemacht", blickt Kattenbusch zurück. Wie fast alle Unternehmen verzeichnet auch die Swisscom Mobile ein rasch zunehmendes Datenvolumen. Wichtiger als der absehbare Kapazitätsengpass war die Performance: Bei wachsender Datenmenge erwies sich das enge Zeitfenster für die Datensicherung als dringendstes Problem. Notwendige Restore-Prozesse konnten nicht mehr zeitgerecht erfolgen, da alle Bandlaufwerke durch lang anhaltende Sicherungsjobs besetzt waren.

Die Anforderung lautete, dass rund 90 Prozent des Backups nachts in der Zeit von 20:00 Uhr bis 6:00 Uhr stattfinden muss. Dabei handelt es sich um gewaltige Datenmengen: „Im Schnitt sichern wir jede Nacht um die 30 TB mit durchschnittlich 850 MB/s; wir haben Oracle-Datenbanken, die im Einzelfall mehr als 5 TB ausmachen und die Sicherung einer einzigen kompletten Testumgebung kann schon mal 17 TB betragen", sagt der Swisscom-Experte. „Tagsüber sind unsere Produktionssysteme nicht mehr durch Backup belastet und CentricStor bedient während der Arbeitszeit alle Restore-Aufträge unmittelbar. Da die aktuellen Sicherungen unserer Testdatenbanken resident im Cache verfügbar sind, kann deren Restore innerhalb kürzester Zeit erfolgen."

Garantierte Datenverfügbarkeit mit zentraler Administration von Backup und Restore bei geringeren Wartungskosten

CentricStor basiert auf einer leistungsstarken virtuellen Magnetbandtechnologie (True Tape Virtualization), die eine durchgängig integrierte Disk-to-Disk-to-Tape Datensicherung für alle Unternehmensdaten bietet. Die vollständige Virtualisierung der Bandverarbeitung wird vollkommen transparent zwischen den Anwendungs- und Backup-Servern auf der einen und den physikalischen Magnetbandarchiven auf der anderen Seite integriert. Die Vielzahl der CentricStor Schnittstellen am Frontend wie am Backend unterstützt die gängigsten Backup-Applikationen auf den marktführenden Systemplattformen sowie die vorherrschenden Umgebungen zur Bandautomatisierung.

„Mit der modularen CentricStor Grid Architektur kann die Lösung nicht nur nach den Anforderungen des Datenwachstums beim Kunden flexibel skaliert und während des Betriebes umkonfiguriert werden", sagt Gilbert Huber, Special Sales CentricStor Enterprise Business bei Fujitsu Siemens Computers in der Schweiz. „Die Systemarchitektur eignet sich besonders auch für die Aufstellung an den zwei getrennten Swisscom Mobile Standorten. Damit haben wir erstmalig die Replizierung und das transparente Spiegeln von Daten zwischen Rechenzentren über eine Distanz von 120 km realisiert", so Huber.

IT-Service-Leiter Kattenbusch ist von den Vorzügen der standortübergreifenden Virtualisierung überzeugt. „CentricStor bietet für alle Systeme in Bern und Luzern die Geschwindigkeitsvorteile von Plattenspeicher gepaart mit der Robustheit und den Kapazitätsreserven der Bandsicherung. Die redundante Konfiguration, die automatisch die Verfügbarkeit unserer Daten selbst bei einem Komplettausfall eines Standortes gewährleistet, wäre mit anderen vergleichbaren Lösungen nicht realisierbar." Und er nennt weitere Gründe, die für die Virtual Tape Appliance sprechen: „Unsere Kosten für Wartung und Administration haben sich ebenso verringert wie die Lizenzkosten, weil die Systeme jetzt optimal ausgelastet sind", so Kattenbusch weiter.

Gegenüber einer klassischen Erweiterung mit zwei hochkapazitiven Bandarchiven kostet die CentricStor-basierte Lösung nur unwesentlich mehr, bietet aber ein Vielfaches an Funktionalität und Sicherheit. Statt zuvor acht dedizierter Bandarchive benötigt die Swisscom Mobile jetzt nur noch zwei Scalar i2000 Tape Libraries – eine pro Standort – mit jeweils 1.200 Stellplätzen und sechs LTO Ultrium 3 Bandlaufwerken. Das senkt nicht nur die Hardware-, Medien- und Service-Kosten, sondern auch den bisher benötigten Aufwand für die Administration sowie die Störanfälligkeit der Bandphysik. Und Kattenbusch verzeichnet eine deutlich größere Flexibilität, weil das Backup am Frontend vollkommen unabhängig von der Bandphysik erfolgt. Auslagerung von Bändern, Anpassungen der Archivsysteme oder das Verschieben von Kapazitäten sind jederzeit im laufenden Betrieb möglich. „Wir merken den Fortschritt auch daran, dass die Zahl der Störfälle zurückgegangen ist, was natürlich auch unsere Support-Mitarbeiter spürbar entlastet", stellt er fest.

Ein Projekt dieser Größenordnung und Komplexität konnte nur in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dem System über zwei weit entfernte Standorte ist die Swisscom Mobile technologischer Vorreiter: Für die Spiegelung der Banddaten über eine FCIP-Verbindung mit einer Distanz von 120 Kilometern lagen noch keine Erfahrungen hinsichtlich Latenzzeiten, Durchsatz und Performance vor. „Das war, als wir damit begonnen haben, noch technologisches Neuland. Es gab keine Referenzprojekte", so Kattenbusch. Als Netzwerkspezialist wurde Cisco, mit dem die Swisscom seit Jahren erfolgreich zusammenarbeitet, mit ins Boot geholt. Mit Fujitsu Siemens Computers als Generalunternehmer wurden dann schnell alle technischen Fragen gelöst. „Wir haben ja nicht nur die reine Hardware gekauft, sondern eine komplette Lösung von einem kompetenten Partner. Wir wollten nur einen Ansprechpartner – und das hat auch wirklich gut geklappt", blickt der Service-Leiter zurück.

Die gruppenweise Migration des Backups von Server und Clients in die neue Umgebung verlief reibungslos. Die Daten, die auf Grund gesetzlicher Auflagen langfristig im Archiv gehalten werden müssen, wurden einfach von den alten Bändern gelesen und neu mit CentricStor gesichert. Inzwischen hat Kattenbusch das System mit ausgiebigen Tests auf seine Verlässlichkeit geprüft: Mit Lasttests, simulierten Leitungsunterbrechungen, Ausfall eines Magnetbandarchivs und simulierten Stromausfällen bis hin zum Totalausfall eines Standorts wurde die Lösung auf Herz und Nieren geprüft. „Das System läuft robust und reibungslos. Selbst der Ausfall eines Bandarchivs hat keinen Einfluss auf die Backupserver. CentricStor arbeitet die durch den Ausfall im internen Cache angehäuften Daten selbstständig ab. Natürlich hofft man immer, dass keine Störung eintritt. Wenn das aber dennoch passiert, ist die Ausfallsicherheit für ein Telekom-Unternehmen überlebenswichtig. Mit unserer CentricStor-Lösung sind wir jetzt für jeden Notfall gerüstet und auf der sicheren Seite", so der Storage-Experte. Und er denkt über einen weiteren Ausbau nach: „Wir überlegen derzeit, ob wir die Kapazität und Performance durch ein weiteres, gleichartiges CentricStor-System noch weiter erhöhen, damit wir den geforderten SLAs Rechnung tragen können. Dies um so mehr, als die Datenmengen auch in Zukunft steigen werden und sich die Anforderungen an die Swisscom Mobile jederzeit ändern können."

CentricStor – die passende Lösung für eine komplexe IT-Infrastruktur
Das technologisch führende Angebot an mobilen Dienstleistungen, das die Swisscom Mobile seinen über vier Millionen Kunden bietet, bedarf einer entsprechenden umfassenden IT-Infrastruktur. Kern-Applikationen sind das Siebel CRM-System und die auf Oracle Infranet basierende Billing-Applikation. Allein an das CRM-System sind rund 1.000 Mitarbeiter im Call Center und weitere 5.000 Anwender in den dezentralen Partnershops des Mobilfunkanbieters angeschlossen. Für die Abrechnung wird auch ein SAP-System eingesetzt. Daneben gibt es noch etliche hundert kleinere Systeme wie etwa für die Internetpräsenz, 320 Oracle Datenbanken sowie historisch gewachsene Spezial-Anwendungen für unterschiedlichste Aufgaben. So ist auch die Hardware-Landschaft an den verschiedenen Anforderungen der Nutzer ausgerichtet: Neben den rund 300 Windows-Servern sind etwa 800 Server mit den Betriebssystemen Solaris, HP-UX und Linux im Einsatz. Die Möglichkeit, mit CentricStor derzeit bis zu 500.000 logische Volumes unterschiedlicher Größe für alle angeschlossenen Betriebssysteme anzulegen, unterstützt die heterogene IT-Landschaft optimal. „Wir haben tausende logischer Volumes angelegt und experimentieren jetzt noch mit optimalen Größen. Aber das ist überhaupt kein Problem, weil CentricStor eine Konfiguration der Volumes und die Optimierung des Cache im laufenden Betrieb ermöglicht", sagt der Swisscom-Experte. „Die Flexibilität von CentricStor erlaubt uns die Vereinbarung von differenzierten SLAs für die Datensicherung. „Wir haben jetzt SLAs für unsere Top 30 Anwendungen festgelegt – sowohl für den Normalbetrieb als auch für den Fall eines Desaster Recovery", kommentiert Kattenbusch abschließend.

Standortübergreifende Ausfallsicherheit

Die Standorte der Swisscom Mobile in Bern und Luzern sind über eine leistungsfähige DWDM-Glasfaserstrecke (Dense Wave Division Multiplexer) auf Basis von Cisco 9216 Multilayer Fabric Switches verbunden. Für die geografische Ausdehnung des CentricStor Grid stehen vier FCIP-Leitungen mit je einem Gbit Bandbreite zur Verfügung – mit Kompression steigt die Leitungskapazität auf viermal zwei Gbit. Mit Automatic Failover, Cache Mirror und Dual Save ergibt sich die größtmögliche System-Redundanz, so dass alle Daten über die virtuellen Schnittstellen auch im Störfall unmittelbar für einen Restore zur Verfügung stehen. Zurzeit ist die Cachekapazität für beide Standorte mit einer Größe von etwa 60 TB für ein speicherresidentes Datenvolumen von zwei bis drei Werktagen ausgelegt. Geplant ist eine Erweiterung auf 100 TB, was die residente Speicherung der komprimierten Daten im Cache auf eine Dauer von fünf Werktagen erhöht.

Swisscom Mobile

Die Swisscom Mobile ist mit rund 70 Prozent Marktanteil und rund 2.400 Mitarbeitern der mit Abstand größte Mobilfunkanbieter in der Schweiz. Mehr als vier Millionen Kunden nutzen das flächendeckend ausgebaute Netz der Swisscom Mobile. Der Schweizer Marktführer ist mit mehreren Technologie-Awards für seine führenden mobilen Dienstleistungen ausgezeichnet worden.

Mit Mobile Unlimited verbindet Swisscom Mobile fünf Technologien für die drahtlose Datenübertragung: HSDPA, UMTS, EDGE, GPRS und WLAN. Mit einer einzigen PC-Karte können alle fünf Technologien genutzt werden. Wie bei einem Auto mit Automatikgetriebe wird automatisch geschaltet, sobald eine schnellere Geschwindigkeit zur Verfügung steht. So sind Swisscom Mobile Kunden an ihrem Standort automatisch und sicher mit der schnellsten verfügbaren Breitbandtechnologie verbunden. Mobile Unlimited ist weltweit das erste Produkt, das ein Seamless Handover ermöglicht - also den automatischen, nahtlosen und unterbruchsfreien Wechsel zwischen den verschiedenen Übertragungstechnologien. Neben der Unlimited PC Card 5in1 können auch Unlimited Laptops darunter Notebooks von Fujitsu Siemens Computers diese Mobilfunktechnologien nutzen.

Für alle Swisscom Mobile Kunden mit Mobile-TV-fähigen Geräten wird die speziell fürs Handy produzierte „100 Sekunden" Tagesschau des Schweizer Fernsehen in das Mobilfunknetz gespeist. Nach rund einem Monat verbuchte der Service bereits mehr als 40.000 Abonnenten und ist damit beliebter als das Herunterladen von Klingeltönen und Handyspielen.

     
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