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Basler Versicherungen realisieren Katastrophenplan mit DataCore-Software
Date: Tuesday 26 June 2007
Author: DataCore

"Move IT - Datenreplikation über 400 Kilometer "

Die IT-Abteilung der Basler Versicherungen mit Sitz im hessischen Bad Homburg stand vor der Herausforderung, ein Notfallrechenzentrum am Standort Bremen aufzusetzen. Auf der Basis von DataCores Virtualisierungsplattform SANsymphony realisierte das Systemhaus Kramer & Crew eine Lösung, die nicht nur die Datenreplikation über die Distanz von 400 Kilometer meistert, sondern auch lokal Ausfallsicherheit bietet und die Speicherkosten durch freie Wahl der Storage-Hardware senkt.

Die Basler mit Sitz in Bad Homburg zählt zu den Top-30-Versicherungsunternehmen in Deutschland. Das Unternehmen ist im Jahr 2003 aus dem Zusammenschluss der Unternehmen Basler und Securitas hervorgegangen. Das Traditionsunternehmen ist seit über 140 Jahren auf dem deutschen Markt tätig und bietet Privat-, Gewerbe- und Industriekunden umfassende Absicherungslösungen von Schaden- und Unfallversicherungen über Lebensversicherungen bis hin zu Altersvorsorgelösungen. Rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über 400 Außendienst-Vertriebspartner im Bundesgebiet sorgen für Beratung und individuelle Betreuung der Kunden.

Eine große Herausforderung für die IT-Abteilung des Versicherers ist das kontinuierliche Datenwachstum, das einerseits aus der Archivierungspflicht der wachsenden Email- und Geschäftskommunikation und andererseits durch neue Applikationen wie einem Dokumenten Management System (DMS) entsteht. Innerhalb der letzten drei Jahre hat sich dadurch die Datenmenge bei gleich bleibenden Personalressourcen verdoppelt. Um trotz der größeren Anforderungen an den einzelnen IT-Mitarbeiter eine hohe Verfügbarkeit der IT-Systeme zu garantieren, hatte man bereits eine SAN-Infrastruktur mit einem Midrange-Speichersystem vom Typ HP EVA 3000 mit einer Kapazität von 3,5 Terabyte eingerichtet.

Mit dem Auftrag der Geschäftsleitung für die unternehmenskritischen Applikationen eine Notfallsicherung am Standort in Bremen einzurichten, - dort konnte man die Infrastruktur des ehemaligen Rechenzentrums der Securitas nutzen - ergab sich Handlungsbedarf. Die besondere Herausforderung bestand darin, eine Datenspiegelung über die vorhandene 1,5 Mbit-ATM-Standleitung und eine Entfernung von 400 Kilometern zu realisieren, ohne den Betrieb der Produktivsysteme zu beeinträchtigen. Bei der Prüfung der von etablierten Hardware-Anbietern ins Feld geführten Lösungen stellte ein externes Beraterteam fest, dass die angebotenen Replikationstools diesen Leistungsanforderungen nicht gerecht wurden bzw. im Verbund mit den nötigen Hardware-Anschaffungen zu kostspielig waren.

Vertrauen in neuen Partner
Mit einem alternativen Vorschlag stellte sich der Kölner IT-Dienstleister Kramer & Crew vor: Zunächst sollte das SAN im Rechenzentrum in Bad Homburg mit DataCore SANsymphony virtualisiert, mit einem zusätzlichen Midrange-Plattensubsystem redundant ausgelegt und schließlich mit DataCores AIM-Tool nach Bremen repliziert werden. Nach einem sechs Monate dauernden Auswahl-, Evaluierungs- und Testprozeß entschied man sich bei der Basler für dieses Konzept.

„Die Hardware-Unabhängigkeit der DataCore-Lösung und die Möglichkeit, Datenspiegelung auch lokal herzustellen, hat uns von Anfang an überzeugt, obwohl das ursprünglich nicht das Hauptaugenmerk des Projektes war. Als sich das AIM-Tool von DataCore darüber hinaus im Marktvergleich als effektiv und günstig erwies, war die Entscheidung leicht", erinnert sich Thomas Dörr, Leiter DV / Netze bei der Basler.


In einem ersten Schritt wurden zwei Server vom Typ HP DL380 mit dualen 3,6 GHz Prozessoren, je 3 GB RAM, drei dualen FC-Karten und 72 GB interner SCSI-Plattenkapazität im RAID 1-Verbund installiert. Mit SANsymphony Server Edition 5.2 wurden diese als Storage Domain Server (SDS) in das SAN integriert und als zentrale Schaltstelle für sämtliche Plattenspeicher im SAN eingerichtet: Zu den Standardfunktionen gehört das zentrale Einrichten virtueller Partitionen und Zonen aus dem Speicherpool, die automatische Zuweisung von Speicherkapazität für die Applikationen sowie das Aufsetzen von synchronen Spiegeln zwischen virtuellen Laufwerken. Auch das Booten aus dem SAN ist über die DataCore-Server möglich. Zusätzlich lizenzierte man DataCore Snapshots für das Backup auf Disk sowie das AIM-Tool für die asynchrone Datenspiegelung nach Bremen.

Zur Wartung der SANsymphony-Umgebung erhielten drei der elf Mitarbeiter im IT-Team der Basler eine zweitägige Schulung von Kramer & Crew. Damit wurde den Mitarbeitern genügend Know How vermittelt, um den täglichen Betrieb ohne Probleme zu meistern: Server-Einbindung in das SAN, Zuweisung von Plattenkapazität aus dem Storage-Pool, Erweiterung der Plattensysteme etc.

„Die Integration von SANsymphony in das SAN ging problemlos von statten, auch weil wir in intensiver Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen bei der Basler exakte Vorbereitungen getroffen haben", sagt Servet Büyük, Vetriebsbeauftragter bei Kramer & Crew. „Es ist dabei wichtig, die Zertifizierungen aller Komponenten exakt zu prüfen und alle Installationen gründlich zu dokumentieren. Die Bedienung von SANsymphony ist dann relativ einfach".

Freie Wahl der Hardware
Hardwareseitig wurde das SAN um ein Midrange-System von HDS, eine Tagmastor AMS 200, ergänzt und über SANsymphony als Spiegel für das vorhandene Midrange-System eingerichtet. Als kurze Zeit später der Support für dieses aufgekündigt wurde, entschied man sich für einen Austausch gegen eine zweite HDS Tagmastore sowie eine Aufrüstung auf zwei mal 4,5 Terabyte. Außerdem integrierte man ein SATA-Array mit zwei Terabyte Kapazität, das als Zielgerät für die Snapshots und die Wiederherstellung bei Datenverlusten genutzt wird.

„Die Software bringt unabhängig von den Plattensubsystemen die Intelligenz für das SAN-Management und Hochverfügbarkeit mit. Dadurch konnten wir kostengünstigeren Storage mit mehr Kapazität nachrüsten, haben etwa 50 Prozent Kosten gespart und dennoch keine Einbußen bei der Funktionalität", so Thomas Dörr.

Im Speichernetz mit heute insgesamt 11 TB sind die geschäftskritischen Daten und Anwendungen gespeichert: File-Services und Office-Daten unter Novell Netware, eine DB 2-basierte Versicherungsanwendung, das DataWareHouse-System auf Basis von SAS, ein Human Ressource System auf Basis einer Oracle-Datenbank. Über vier FC-Switches von Brocade mit insgesamt 64 Ports sind dabei alle Komponenten redundant und über Kreuz verbunden. Hochverfügbarkeit entsteht dabei nicht allein durch die Spiegelung der Daten, auch die Pfadredundanz wird über die beiden SDS hergestellt: „Wir haben anfangs kleinere Plattensausfälle bei der neuen Hardware gehabt, einmal ist sogar ein komplettes Plattensubsystem ausgefallen. Hier sprang DataCores automatische Failover-Funktion ein, die dafür sorgte, dass unsere Anwendungen von dem Ausfall verschont blieben."

Asynchrone Spiegelung nach Bremen
Nachdem in einem ersten Schritt das SAN erweitert und mit dem Aufsetzen der Spiegelung die unternehmenskritischen Applikationen hochverfügbar gemacht worden waren, stand die Implementierung der entfernten Spiegelung auf dem Plan. Hierzu war vorgesehen, das Rechenzentrum in Bremen mit einem SANmelody Disk Server und einer weiteren HDS Tagmastor mit 3,5 TB Kapazität auszustatten. Datacores „kleinere" Virtualisierungsplattform adressiert mittlere Unternehmen, Abteilungen und Arbeitsgruppen und verfügt über viele der Leistungsmerkmale der Enterprise-Lösung SANsymphony für IP- und Fibre Channel-Netzwerke.

Auf Anraten DataCores wurden die Systeme zunächst in Bad Homburg installiert, um dort die Initialspiegelung der Komplettdaten vorzunehmen. Anschließend wurde die Hardware in das Rechenzentrum nach Bremen gebracht, über eine WAN-Verbindung mit Bad Homburg verbunden und durch die Übertragung der Änderungen (Deltas) gestartet.

Für die Datenreplikation zwischen den über 400 Kilometer entfernten Standorten kommt DataCores AIM-Option (Asynchrounous IP Mirroring-) zum Einsatz. Das Tool ist für asynchrone Datenspiegel über LANs/MANs/WANs optimiert und benötigt keine zusätzliche Hardware oder proprietäre Netzwerkprotokolle. Um den Datentransfer ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebes und mit größtmöglicher Sicherheit durchzuführen, nutzt das Tool den internen Serverspeicher als AIM-Buffer. Der Anwender definiert über die GUI sogenannte „Syncpoints". Zu diesen Zeitpunkten prüft das System selbständig Integrität und Konsistenz der Daten, ehe sie für die Übertragung frei gegeben werden. Ein Synchronitätsabgleich nach dem Eintreffen am Ziel schließt den Vorgang ab und leert den Puffer.

Bei der Basler konzentriert sich die kontinuierliche Spiegelung auf die unternehmens- und geschäftskritischen Daten, d.h. in erster Linie auf File-Server mit 1,1 TB sowie die DB2-Datenbanken mit etwa 150 GB. Als Puffer stehen 72 GB interne Kapazität zur Verfügung, wobei derzeit täglich rund 46 GB zur Übertragung über die 1,5 Mbit-Leitung anfallen. Zusätzliche Geschwindigkeit bringt dabei ein WAN-Accelerator der Firma Juniper, wodurch eine Übertragungsdauer von etwa 4 Stunden ausreicht.

Notfallrechenzentrum auf Abruf
Für den Katastrophenfall steht in Bremen eine komplette Serverlandschaft mit den notwendigen Applikationen auf Abruf bereit. Bei Ausfall oder Zerstörung des Rechenzentrums in Bad Homburg sollen diese Maschinen in Bremen sofort gebootet und über das SANmelody System mit den aktuellen Anwendungsdaten für den Standort Bad Homburg gespeist werden. Innerhalb weniger Stunden, so Thomas Dörr, könnte man einen derartigen Fall kompensieren und die Geschäftsprozesse fortführen.

Derzeit arbeitet Basler am weiteren Ausbau seiner virtuellen Infrastruktur. Inzwischen wurden zwei VMware ESX 3.0-Server in das SAN migriert. Im ersten Schritt dient die Server- in Kombination mit der Speichervirtualisierung in erster Linie der Hochverfügbarkeit des DMS-Systems. Zukünftig soll damit eine umfassende virtuelle Infrastruktur mit einer Kombination aus Server- und Speichervirtualisierung aufgebaut werden.

„Wir sind sehr zufrieden, schließlich haben wir nicht nur eine effektive Replikationslösung aufgebaut, wie sie gefordert wurde, sondern profitieren zusätzlich von Hochverfügbarkeit, höherer Performance im laufenden Betrieb und der Hardwareunabhängigkeit, die uns nachhaltig Kosten spart", resümiert Thomas Dörr. „Dabei haben uns Kramer & Crew und DataCore bei der Planung, Durchführung und anschließenden Dokumentation vorbildlich unterstützt."

Überblick

Das Unternehmen
Die Basler Versicherungen mit Sitz in Bad Homburg ist eine Tochter des Schweizer Bâloise-Konzerns und zählt zu den Top-30-Versicherungsunternehmen in Deutschland. Die Basler hat 1.300 Mitarbeiter sowie rund 400 eigene Vertriebspartner. Das konsolidierte Prämienvolumen des Unternehmens betrug im Geschäftsjahr 2005 rund 680 Mio. Euro.

Über Kramer & Crew GmbH
Kramer & Crew wurde 1992 gegründet und hat seinen Firmensitz in Köln. Der Systemintegrator mit 20 Mitarbeitern hat sich auf Kunden aus dem mittelständischen Bereich spezialisiert von Firmen aus Industrie und Handel über Versicherungen bis hin zu Behörden und Dienstleistern. Von Anfang an hat sich das Unternehmen auf zukunftsträchtige Themen wie SANs, Server-based Computing und Speichermanagement fokussiert. Es bestehen Partnerschaften zu namhaften Herstellern wie Hitachi Data Systems, Commvault, Datacore und Citrix. Kramer & Crew bietet vom professionellen Consulting über die Konzeption bis zur zeitnahen Umsetzung hochkarätigen Service von zertifizierten Fachleuten an. In zahlreichen anspruchs-vollen Kundenprojekten konnte der Systemintegrator seine Kompetenz in ganz Deutschland demonstrieren. Weitere Informationen unter www.kramerundcrew.de

Über DataCore Software
DataCore Software verändert die Dynamik des Speichermanagements in puncto Leistung und Wirtschaftlichkeit fundamental. DataCores Disk Server Software ermöglicht einfache Speichererweiterung und zentrales Speichermanagement für Windows-, UNIX-, Linux-, Vmware-, MacOS- und Netware-Systeme. DataCore befindet sich in Privatbesitz und unterhält seine Hauptniederlassung in Ft. Lauderdale, Florida. Weitere Informationen über Produkte erhalten Sie unter www.datacore.com.

Hauptanforderung
Entfernte Datenspiegelung in ein Notfallrechenzentrum

Vorteile
Katastrophenschutz, Hochverfügbarkeit, Hardwareunabhängigkeit, Kosteneinsparung

Hardware
3x HDS Tagmastor AMS200 mit zwei mal 4,5 TB bzw ein mal 3,5 TB FC-Disk-Kapazität
3x HP DL380, 3,6 GHz Dual-Prozessor, 3 GB RAM, 72 GB SCSI-Disks im RAID1-Verbund

DataCore-Lösung
2 Lizenzen SANsymphony Server Edition 5.2
1 Lizenz SANmelody Version D
DataCore Snapshot-Option
DataCore Asynchronous IP Mirroring (AIM)

     
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